Konzept zur technischen Sicherung der Transrapid-Strecke ignoriert? - Verkehrsminister in Niedersachsen und Bayern widersprechen sich
„Wenn der bayrische Minister tatsächlich Recht behält, dann haben Betreiber und Behörde in Niedersachsen sehenden Auges Leben und Gesundheit der Fahrgäste in Lathen gefährdet“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der niedersächsischen Grünen, Enno Hagenah, am Mittwoch (heute) in München.
Als ein bewusstes Täuschungsmanöver bezeichneten die Grünen im niedersächsischen und bayrischen Landtag während einer gemeinsamen Pressekonferenz die widersprüchlichen Aussagen der beiden Verkehrsminister Erwin Huber und Walter Hirche über die Sicherheit der geplanten Transrapid-Strecke in München. Während Huber versichert, in München sei seit 2005 ein technisches Sicherungssystem mit integrierten Werkstattwagen vorgesehen und dass damit ein Unfall wie im Emsland ausgeschlossen sei, streitet Hirche genau dies ab. "Wenn der bayrische Minister tatsächlich Recht behält, dann haben Betreiber und Behörde in Niedersachsen sehenden Auges Leben und Gesundheit der Fahrgäste in Lathen gefährdet", sagte der verkehrspolitische Sprecher der niedersächsischen Grünen, Enno Hagenah, am Mittwoch (heute) in München.
Laut DB Magnetbahn GmbH liege dem Eisenbahn-Bundesamt schon seit 2005 ein Konzept vor, dass in München auch Sonderfahrzeuge in die technische Sicherung der Anlage
integriert werden sollen. "Wenn seit einem Jahr bekannt war, wie auch das veraltete Sicherheitssystem in Lathen hätte nachgebessert werden können, dann ist unverständlich, warum Landesbehörde, TÜV und Verkehrsministerium bei der Genehmigung im vergangenen April nicht auf die Umsetzung des technisch Machbaren bestanden haben", sagte Hagenah weiter.