Pressemeldung Nr. 5 vom

Korter: Schulinspektionsberichte sollen nicht folgenlos bleiben – Unterrichtsqualität mit Fortbildungs-Offensive und Beratungsangeboten verbessern

"Es ist gut, dass endlich der Abschlussbericht der Schulinspektion der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Dafür haben wir Grünen uns seit langem eingesetzt. Mit diesem Bericht liegen jetzt wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung der Schulen vor."

Darum geht’s

Das Kultusministerium hat heute im Kultusausschuss des Landtages den Abschlussbericht der Schulinspektion 2006 bis 2012 in öffentlicher Sitzung vorgestellt. Der größte Handlungsbedarf zeigte sich über alle Schulformen hinweg bei der Unterrichtsqualität.

Das sagen die Grünen

Ina Korter, schulpolitische Sprecherin

"Es ist gut, dass endlich der Abschlussbericht der Schulinspektion der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Dafür haben wir Grünen uns seit langem eingesetzt. Mit diesem Bericht liegen jetzt wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung der Schulen vor."

"Bemerkenswert ist, dass sich neben den überdurchschnittlichen Ergebnissen beim Schul- und Unterrichtsklima und bei der Kooperation mit anderen Partnern unbefriedigende Ergebnisse vor allem bei der Unterstützung eines aktiven Lernprozesses zum Beispiel bei der Förderung des selbständigen Lernens im Unterricht zeigen. Handlungsbedarf gibt es außerdem im Bereich der Qualitätsentwicklung der Schulen insgesamt."

"Wir wollen, dass die Inspektionsberichte nicht folgenlos bleiben und werden deshalb den Fokus auf die Unterrichtsqualität legen. Das Unterstützungs- und Beratungsangebot für die Schulen wollen wir so ausbauen, dass sie effektiver Nutzen aus den Inspektionsberichten ziehen können."

"Mit einer Fortbildungsoffensive und mit einer Reform der Lehrerausbildung werden wir uns für eine Verbesserung der Unterrichtsqualität einsetzen."

Zum Hintergrund

Im Jahr 2005 war die Schulinspektion in Niedersachsen eingeführt worden. Nachdem alle Schulen inspiziert worden sind, wurde heute vom Präsidenten des NLQ (Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung), Wulf Homeier, ein Abschlussbericht vorgelegt. Von der Vorgängerregierung waren Stellen in der Schulinspektion abgebaut worden, um Schulen nur noch anlassbezogen zu inspizieren. Rot-Grün hat jedoch beschlossen, die Schulinspektion weiter zu entwickeln und zu stärken. Ziel ist die regelmäßige flächendeckende Inspektion aller Schulen.

Um die Schulen bei der Qualitätsentwicklung zu unterstützen, hat die rot-grüne Koalition zudem beschlossen, 28 Stellen bei der Schulentwicklungsberatung dauerhaft einzurichten und 15 zusätzliche Stellen für Schulpsychologen zu schaffen. Weiterhin wird der Fortbildungsetat verdreifacht.

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