Verringerung der Gruppengrößen und besserer Betreuungsschlüssel gefordert:Krippenausbau quantitativ und qualitativ sichern
„Wer will, dass Betreuungseinrichtung sich künftig als Bildungseinrichtungen verstehen, muss auch die notwendigen Rahmenbedingungen dafür schaffen“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte.
Die Landtagsgrünen haben die Verbesserung der Qualität der frühkindlichen Bildung durch einen besseren Betreuungsschlüssel in Krippen und Kindertagesstätten gefordert. "Wer will, dass Betreuungseinrichtung sich künftig als Bildungseinrichtungen verstehen, muss auch die notwendigen Rahmenbedingungen dafür schaffen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Donnerstag (heute) in Hannover.
Besonders wichtig ist nach Ansicht der Grünen-Politikerin der Einsatz einer dritten Erzieherin in Krippengruppen. "Die Versorgung der Kinder ist sehr zeitintensiv. Sie müssen gewickelt und beim Essen und Anziehen unterstützt werden." Damit seien zwei Erzieherinnen bei 15 Kleinkindern ausreichend beschäftigt. Eine weiter gehende individuelle Förderung sei schwer möglich.
In einem Entschließungsantrag fordern die Grünen neben der Verringerung der Gruppengröße auch eine qualitative Anhebung des Ausbildungsniveaus der Erzieherinnen und Erzieher sowie eine externe Qualitätskontrolle durch einen "KiTa-TÜV".
Finanziert werden sollen die Verbesserungen insbesondere durch einen Bildungs-Soli und Einschränkungen beim Ehegatten-Splitting.