Pressemeldung Nr. 3819 vom

Kritik am neuen Förderschul-Erlass - Priorität für Integration gefordert

Die Landtagsgrünen haben den von Kultusminister Busemann vorgestellten neuen Grundsatzerlass für die Förderschulen (bisher Sonderschulen) als unzureichend kritisiert. "Der Kultusminister hält daran fe...

Die Landtagsgrünen haben den von Kultusminister Busemann vorgestellten neuen Grundsatzerlass für die Förderschulen (bisher Sonderschulen) als unzureichend kritisiert. "Der Kultusminister hält daran fest, dass Kinder mit besonderem Förderbedarf ausgesondert werden und die Integration in einer Regelschule nur die Ausnahme sein soll", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Dienstag in Hannover.
"Damit verstößt er gegen das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes und gegen die Vorgaben des Schulgesetzes. Eltern, die sich für eine Integration ihres Kindes einsetzen, werden vor den Kopf gestoßen."
Die Grünen-Politikerin sagte, dass sich mit der Schulstrukturreform der Landesregierung der Aussonderungsdruck in den Schulen deutlich verschärft habe. "Uns wird von Grundschulen berichtet, die schon in der ersten Klasse immer mehr Kinder auf die Sonderschule überweisen wollen", erklärte die Grüne. Es sei "blanker Zynismus", wenn der Kultusminister erkläre, er wolle das einzelne Kind in den Mittelpunkt stellen. "Tatsächlich werden die Kinder, die nicht von Anfang an mithalten können, gnadenlos ins Abseits geschoben", so Korter.

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