Kündigungsgrund bei Metronom-Geschäftsführern skandalös
„Wenn den Geschäftsführern vorgeworfen wird, zu hohe – in diesem Fall Tariflöhne – zu zahlen, dann ist das ein Skandal“, so Enno Hagenah. Der Grünen-Politiker forderte die Landesnahverkehrsgesellschaft auf, zukünftig in Ausschreibungen noch klarer auf angemessene Tariflohnzahlungen zu achten.
Die Kündigung der erfolgreichen Geschäftsführer der privaten Eisenbahngesellschaft Metronom wirft nach Ansicht der Grünen im Landtag ein erschreckendes Licht auf die Eigentümerinteressen dieses öffentlichen Dienstleisters. "Wenn den Geschäftsführern vorgeworfen wird, zu hohe – in diesem Fall Tariflöhne – zu zahlen, dann ist das ein Skandal", sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah heute (Donnerstag) in Hannover. Der Grünen-Politiker forderte die Landesnahverkehrsgesellschaft auf, zukünftig in Ausschreibungen für Verkehrsleistungen noch klarer auf angemessene Tariflohnzahlungen bei den teilnehmenden Verkehrsunternehmen zu achten. Nur damit könne eine gefährliche Abwärtsspirale im Lohniveau, die auch auf andere Verkehrsunternehmen übergreifen würde, verhindert werden.
Es dürfe nicht zugelassen werden, dass die "ungezügelten Profitinteressen" der Metronom-Anteilseigner dem erfolgreichen Management den Job kosten solle. Hagenah: "Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Kündigung zurückzunehmen, denn nur angemessen bezahlte Beschäftigte können so kundenfreundlich und sicherheitsbewusst agieren, wie es für ein erfolgreiches Nahverkehrsunternehmen notwendig ist."