Pressemeldung Nr. 29 vom

38 Unterrichtsstunden pro Woche pädagogischer Irrsinn:Kultusminister beim 8-jährigen Gymnasium konzeptionslos

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Ina Korter hat den niedersächsischen Kultusminister aufgefordert, unverzüglich die Stoffpläne für das Gymnasium zu entschlacken.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Ina Korter hat den niedersächsischen Kultusminister aufgefordert, unverzüglich die Stoffpläne für das Gymnasium zu entschlacken. Minister Busemann offenbare mit den Versuchen, das überstürzt eingeführte 8-jährige Gymnasium nachzubessern, seine "komplette Konzeptlosigkeit", sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch (heute) in Hannover.

Mit den Zusatzstunden für die 9. Klassen, die der Minister jetzt kurzfristig bereitgestellt habe, biete er "lediglich mehr vom Gleichen". Ausbaden müssten das die Schülerinnen und Schüler. "38 Unterrichtsstunden pro Woche plus Hausaufgaben sind ein pädagogischer Irrsinn", sagte Korter. "Die Grenzen der Belastbarkeit sind damit weit überschritten." Gerade in der Pubertät bräuchten die Jugendlichen zudem auch Freiräume für ihre eigene Entwicklung.

Die Grünen-Politikerin forderte, mit den zusätzlichen Lehrerstunden für die 9. Klassen nicht die ohnehin bereits übervolle Stundentafel weiter aufzustocken. Stattdessen sollten mit diesen Lehrerstunden zeitweise zwei Lehrkräfte pro Klasse eingesetzt oder die Gruppen geteilt werden, um eine intensivere individuelle Förderung zu ermöglichen. "Die Gymnasien müssen so schnell wie möglich zu echten Ganztagsschulen entwickelt werden", sagte Korter.

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