Pressemeldung Nr. 254 vom

Empfehlungen der wissenschaftlichen Begleitung ignoriert:Land bietet zu wenig Förderung in integrativen Krippen

Als „enttäuschend“ hat die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsgrünen Miriam Staudte die Rahmenvereinbarungen für integrative Krippen bezeichnet, auf die sich gestern die Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden geeinigt hat.

Als "enttäuschend" hat die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsgrünen  Miriam Staudte die Rahmenvereinbarungen für integrative Krippen bezeichnet, auf die sich gestern die Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden geeinigt hat. "Bis zum letzten Moment hat die Landesregierung um die Kostenverteilung geschachert. Die Leidtragenden der unzureichenden Förderung sind jetzt die Kinder", erklärte Staudte heute (Donnerstag) in Hannover.

Staudte kritisierte, dass die Mittel für die Einzelintegration, bei der nur ein Kind mit Behinderungen in einer Krippe betreut werde, sogar von 1.400 € auf 1.250 € gekürzt werden sollten. Die Einzelintegration werde aber der Regelfall werden, weil es insgesamt nur wenige Kinder mit Behinderungen gebe, die in einer Krippe betreut werden sollten. "Es reicht nicht aus, wenn in diesen Gruppen nur für 10 Stunden in der Woche eine heilpädagogische Fachkraft zur Verfügung steht", so Staudte. Auch die Empfehlung der wissenschaftlichen Begleitung, die Gruppengröße bei der Einzelintegration auf 12 Kinder zu verringern, werde nicht berücksichtigt. Verschlechtert würden aber auch die Bedingungen für Krippen, die zwei Kinder mit Behinderungen aufnehmen.

"Der Anspruch auf einen Platz in einer Integrations-Krippe darf nicht länger davon abhängen, dass das Gesundheitsamt dem Kind einen Anspruch auf einen Förderbedarf von mindestens 10 Stunden in der Woche attestiert. Dieses Verfahren ist für die Eltern diskriminierend", erklärte Staudte.

Zurück zum Pressearchiv