Land kann Interregio-Leistungen sichern - Neue Vereinbarung zum Regionalisierungsgesetz schafft
Neue Perspektiven für den Interregio sieht die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nach der Einigung der Berliner Koalitionsparteien zum Regionalisierungsgesetz. Das Land könne Interregio-Leist...
Neue Perspektiven für den Interregio sieht die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nach der Einigung der Berliner Koalitionsparteien zum Regionalisierungsgesetz. Das Land könne Interregio-Leistungen künftig bei anderen Unternehmen bestellen, wenn die Bahn diese nicht mehr anbiete, sagte der verkehrspolitische Sprecher Stefan Wenzel am Freitag in Hannover. Möglich sei auch die Gründung einer Interregio-Gesellschaft zusammen mit anderen Bundesländern.
Wenzel forderte Verkehrsministerin Knorre zu einer erneuten Kraftanstrengung auf, um zu verhindern, dass zum Fahrplanwechsel im Dezember weitere Interregio-Verbindungen gestrichen werden.
Mit einer Anfrage im Parlament wollen die Grünen jetzt klären, wie das Land und die DB AG den Fahrplan gestalten wollen.
Die rot-grüne Koalition im Bund hatte sich am Dienstag dieser Woche über das Regionalisierungsgesetzes geeinigt.
Erfreulich sei, so Wenzel, dass die Kürzungswünsche des Bundesfinanzministers Eichel abgewendet wurden und statt dessen der Forderung der Grünen entsprochen wurde, durch weiterhin steigende Mittelzuweisungen den Bundesländern auch in Zukunft mehr Geld für den Nahverkehr zu geben.
"Jetzt kann endlich wieder langfristig geplant werden", freute sich Wenzel. Damit bekomme der Schienenpersonennahverkehr deutlich Rückenwind.