Pressemeldung Nr. 436 vom

„Riesiger Nachholbedarf“:Land muss Hinhaltetaktik bei Inklusion beenden

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung habe deutlich gemacht, dass Niedersachsen – auch im Vergleich zu anderen Bundesländern - in dieser Hinsicht einen „riesigen Nachholbedarf“ habe, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, endlich ihre Hinhaltetaktik bei der Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion behinderter Kinder zu beenden. Die heute (Montag) präsentierte Studie der Bertelsmann-Stiftung habe deutlich gemacht, dass Niedersachsen – auch im Vergleich zu anderen Bundesländern - in dieser Hinsicht einen "riesigen Nachholbedarf" habe, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter in Hannover.

Als "besonders peinlich" bezeichnete die Grünen-Politikerin, dass Niedersachsen als einziges Bundesland keine Zahlen zur Inklusionsquote der Schulstufen vorgelegt hat. Im Kindergartenbereich liege die Quote mit 36,6 Prozent weit unter dem Bundesdurchschnitt von 61,5 Prozent.

"Seit zwei Jahren liegt ein Gesetzentwurf der Grünen zur Verwirklichung der Inklusion in Niedersachsen vor, aber bis heute hat die Landesregierung nicht darauf reagiert", sagte Korter. Scharfe Kritik übte die Grüne daran, dass Kultusminister Althusmann den geplanten Starttermin für die Inklusion in Niedersachsen erneut auf das Jahr 2012verschoben habe. "Herr Althusmann lässt die Kinder mit Förderbedarf weiter im Regen stehen", so Korter.

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