Pressemeldung Nr. 162 vom

Problem bleibt soziale Ausgrenzung:Landesregierung hat aus PISA nichts gelernt

Anlässlich der jetzt vorliegenden ersten Ländervergleichsdaten aus Pisa 2003 sehen sich die Landtagsgrünen in ihrer Kritik an der niedersächsischen Bildungspolitik bestätigt. "Minister Busemann hat ei...

Anlässlich der jetzt vorliegenden ersten Ländervergleichsdaten aus Pisa 2003 sehen sich die Landtagsgrünen in ihrer Kritik an der niedersächsischen Bildungspolitik bestätigt. "Minister Busemann hat eindeutig die falschen Konsequenzen aus PISA gezogen. Seine wesentlichen Reformen sind sogar genau in die falsche Richtung gegangen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Donnerstag (heute) in Hannover.

PISA 2003 habe deutlich gemacht, dass insgesamt in Deutschland und auch in Niedersachsen die Ausgrenzung der Arbeiterkinder und der Migrantenkinder in den Schulen das größte Problem bleibt.

Nach Auffassung der Grünen-Politikerin ist eine intensive frühe Förderung schon im Kindergarten ein entscheidender Schritt zur Lösung dieses Problems. "Busemann hat jedoch die Sprachförderung im Kindergarten sogar abgebaut und nichts getan, um die Qualifikation der Erzieherinnen aufzuwerten. Auch in den Schulen habe der Minister nur auf frühe Selektion gesetzt und nicht auf individuelle Förderung. "Solange sich die Landesregierung in ideologischer Erstarrung an eine veraltete Schulstruktur klammert, kommt Niedersachsen nie aus dem PISA-Tal heraus."

Der neue PISA-Test habe gezeigt, dass es nur bei den Gymnasien geringfügige Verbesserungen gegeben habe, die Hauptschüler seien noch weiter abgehängt worden. Korter: "Unsere alternde und schrumpfende Gesellschaft kann es sich nicht leisten, dass ein großer Teil der Jugendlichen in dieser Weise vernachlässigt und ausgegrenzt wird."
rt/kn

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