Pressemeldung Nr. 20 vom

Schulpsychologische Beratung nicht kaputt sparen:Landesregierung hat kein Konzept für Unterstützung der Schulen

Angesichts der wachsenden Probleme in den Schulen müsse die psychologische Beratung ausgebaut werden anstatt sie kaputt zu sparen, so Ina Korter. Die Grünen-Abgeordnete warnte zudem davor, Strukturen zu zerschlagen, die sich nicht kurzfristig wieder aufbauen lassen.

Die drastischen Stellenstreichungen des Kultusministers in der schulpsychologischen Beratung sind bei den Landtagsgrünen auf Kritik gestoßen. "Erst die Beratungs- und Unterstützungsleistungen zusammen streichen und dann nach schärferen Gesetzen bei gewalttätigen Jugendlichen rufen, das passt absolut nicht zusammen. Statt populistischen Geschreis brauchen wir mehr Hilfen für Kinder und Jugendliche", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Montag in Hannover.

Bereits im Dezember 2004 war die Situation der schulpsychologischen Beratung Thema im Landtag. Auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hatte Niedersachsens Kultusminister Busemann seinerzeit eine Neuorganisation sämtlicher Unterstützungs- und Beratungssysteme im Zuge der Einführung der Eigenverantwortlichen Schule angekündigt.
"Aus den vollmundigen Versprechen ist nichts geworden. Das vor über drei Jahren versprochene Konzept gibt es immer noch nicht. Die Schulen sind zwar inzwischen eigenverantwortlich, werden dabei aber von dieser Landesregierung allein gelassen", sagte die Grünen-Schulpolitikerin.

Angesichts der wachsenden Probleme in den Schulen müsse die psychologische Beratung ausgebaut werden anstatt sie kaputt zu sparen, so Korter. Die Grünen-Abgeordnete warnte zudem davor, Strukturen zu zerschlagen, die sich nicht kurzfristig wieder aufbauen lassen. "Wenn wir den entsprechenden Fachleuten in Niedersachsen keine Perspektive bieten, wird sich auch kaum noch jemand entsprechend ausbilden lassen."

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