FSC-System besser für Umwelt und Vermarktung:Landesregierung mit PEFC-Zertifizierung für Landesforsten auf dem Holzweg
„Während im Marketing des privaten Holz- und Möbelhandels immer häufiger verkaufsfördernd auf die FSC-Zertifizierung hingewiesen wird, lässt sich Vergleichbares für PEFC-zertifizierte Produkte bisher nicht feststellen,“ so Hans-Jürgen Klein.
Die Grünen im Landtag zweifeln an der Wirksamkeit und dem Nutzen der PEFC-Zertifizierung (Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen) der Niedersächsischen Landesforsten. Eine Überprüfung durch eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft (DQS) hatte in den untersuchten Forstämtern Verbesserungspotenzial ergeben.
Die grüne Fraktion hatte immer wieder gefordert, das international anerkannte und ambitioniertere regierungsunabhängige FSC-System (Forest Stewardship Council) für die nachhaltige Bewirtschaftung auch in den niedersächsischen Wäldern einzusetzen.
"Während im Marketing des privaten Holz- und Möbelhandels immer häufiger verkaufsfördernd auf die FSC-Zertifizierung hingewiesen wird, lässt sich Vergleichbares für PEFC-zertifizierte Produkte bisher nicht feststellen," kritisiert der forstpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Hans-Jürgen Klein und stellt damit den wirtschaftlichen Mehrwert der vom Land gewählten Zertifizierung in Frage.
Mit einer parlamentarischen Anfrage fordert der Grünen-Abgeordnete Auskunft über die konkreten Ergebnisse der jüngsten Überprüfung. Insbesondere interessiert ihn, welche Bedeutung und Konsequenz der öffentlich kritisierte Kahlschlag von einem rund 3 ha großen Bestand alter Eichen in Holzurburg bei Bad Bederkesa für die PEFC-Prüfung hat. Klein: "Falls diese Maßnahme bei der PEFC-Prüfung nicht gerügt wurde, müssten wir auch Zweifel an der fachlichen Eignung dieser Zertifizierung haben."