Pressemeldung Nr. 235 vom

Tarifabschluss für ErzieherInnen nicht ausreichend:Landesregierung muss Arbeitsbedingungen in Kitas verbessern

„Auch mit der ausgehandelten Zusatzvergütung von durchschnittlich 120 Euro bleibt die Betreuung in Kitas ein klassischer Zuverdienstberuf, eine Familie kann man davon nicht ernähren“, so Miriam Staudte.

Der neue Tarifabschluss im Bereich der Kindertagesstätten ist nach Ansicht der Landtagsgrünen nicht ausreichend, um den Erzieherinnenberuf nachhaltig aufzuwerten. "Auch mit der ausgehandelten Zusatzvergütung von durchschnittlich 120 Euro bleibt die Betreuung in Kitas ein klassischer Zuverdienstberuf, eine Familie kann man davon nicht ernähren", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Dienstag (heute) in Hannover. Einer Erhöhung der Männer-Quote in den Kindertagesstätten sei dieser Abschluss ebenfalls nicht zuträglich.

Die Grünen-Politikerin sieht auch die Landesregierung "in der Pflicht", den ErzieherInnenberuf attraktiver zu machen.

Es reiche nicht aus, Gesundheitskommissionen einzusetzen. Der in den Verhandlungen geforderte Gesundheitsschutz könne nur mit einer Reduktion der Gruppengröße von 25 auf 20 Kinder erreicht werden. "Kleinere Gruppen bedeuten weniger Lärm und weniger Stress", so Staudte.

Die Grünen-Politikerin erneuerte ihre Forderung an die Landesregierung, das Kita-Gesetz zu reformieren, um dem sich abzeichnenden Mangel an ErzieherInnen entgegen zu wirken. Derzeit sind nach Angaben der Agentur für Arbeit  niedersachsenweit 607 Stellen ausgeschrieben.

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