Pressemeldung Nr. 1342 vom

"Landesregierung muss Lotto-Gesellschaft stoppen"" Grüne: "Geschäftspolitik zu Lasten des ländlichen Raumes"

Mit deutlicher Kritik an der Toto/Lotto-GmbH hat die Landtagsfraktion der Grünen auf die Absicht der Gesellschaft reagiert, mehrere Annahmestellen in Ostfriesland schließen zu wollen. "Nord/LB sowie S...

Mit deutlicher Kritik an der Toto/Lotto-GmbH hat die Landtagsfraktion der Grünen auf die Absicht der Gesellschaft reagiert, mehrere Annahmestellen in Ostfriesland schließen zu wollen. "Nord/LB sowie Sparkassen- und Giroverband als neue Eigentümer rücken Gewinn- und Renditeabsichten in den Vordergrund, die Versorgungsfunktion für den ländlichen Raum bleibt dabei auf der Strecke", erklärte der Grünen-Abgeordnete Michel Golibrzuch (Esens) am Donnerstag in Hannover.
Nach Ansicht des Grünen-Politikers werden sich etliche Annahmestellen ohne die Zulassung der Gesellschaft wirtschaftlich kaum noch halten können. Dabei sei die Toto/Lotto-GmbH keineswegs ein verlustbringendes Unternehmen. Vielmehr habe man nach dem Verkauf der ehemals landeseigenen Gesellschaft an Nord/LB und Sparkassen Jahr für Jahr Millionengewinne eingefahren. Golibrzuch: "Allein weil man nach dem Wechsel des Geschäftsführers noch höhere Profite anpeilt, werden zahlreiche Annahmestellen im ländlichen Raum geschlossen."
Auch in der Förderpolitik gegenüber kleinen Sportvereinen sieht der Grünen-Politiker in der Lotto-GmbH "einen neuen Wind wehen". Während vor allem Fußballvereine sich bislang in finanziellen Notlagen an die Gesellschaft wenden konnten und dem Breitensport häufig mit kleineren Geldspritzen geholfen werden konnte, werde die Lotto-GmbH jetzt zu einem rein marktwirtschaftlichen Unternehmen umgebaut. Golibrzuch: "Die SPD-Landesregierung muss ihren Einfluss auf die Norddeutsche Landesbank geltend machen und diese Politik zu Lasten der Fläche stoppen."

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