Pressemeldung Nr. 1756 vom

Landesregierung muss Meldungen zu FFH-Gebieten nachbessern

Kritik aus Brüssel schallende Ohrfeige für Jüttners NaturschutzpolitikUnverzügliche Nachbesserungen an den Meldungen der Landesregierung zu den niedersächsischen FFH(Flora-Fauna-Habitat)-Gebieten fo...

GRÜNE: Landesregierung muss Meldungen zu
FFH-Gebieten nachbessern
Kritik aus Brüssel schallende Ohrfeige für Jüttners Naturschutzpolitik
Unverzügliche Nachbesserungen an den Meldungen der Landesregierung zu den niedersächsischen FFH(Flora-Fauna-Habitat)-Gebieten fordern die Landtagsgrünen. Die von Niedersachsen nach Brüssel gemeldeten Gebiete seien zum Teil unvollständig, wichtige Gebiete für das europäische Naturschutznetz Natura 2000 würden fehlen. Eine diesbezüglich Ende Juni geäußerte Kritik aus Brüssel bewertete die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen Dorothea Steiner als schallende Ohrfeige für die Naturschutzpolitik des Umweltministers Jüttner.
"Der Weg, Naturschutz auf Sparflamme zu betreiben und im vorauseilenden Gehorsam, Interessen der Bodenabbau-Industrie zu berücksichtigen, hat sich als Sackgasse erwiesen. Es hat sich erneut bestätigt, dass das Engagement des Herrn Jüttner für den Naturschutz auf Sonntagsreden beschränkt ist," so Steiner.
Bereits im letzten Jahr haben die Bündnisgrünen von der Landesregierung gefordert, in einer dritten Tranche zusätzliche FFH-Gebiete nach Brüssel zu melden
Steiner forderte die Landesregierung auf, im Zuge der Nachbesserungen auch die bisher gemeldeten Gebiete auf Vollständigkeit zu überprüfen. Das treffe besonders auf die Gipskarstgebiete im Südharz und das Flussökosystem Ems zu. Naturräume, die bisher noch unterrepräsentiert seien oder gänzlich fehlten, müssten zusätzlich gemeldet werden. Die fachlichen Vorschläge dazu hätten die Naturschutzverbände und das Bundesamt für Naturschutz längst vorgelegt.
Die Grünen-Politikerin warnte die Landesregierung davor, mit Blick auf die Landtagswahlen im Februar 2003, diese wichtige politische Aufgabe bis nach der Wahl verschleppen und verzögern zu wollen.
wm

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