Sorgfalt vor Schnelligkeit – weitere Optionen prüfen:Landesregierung ohne Konzept für Erlebniszentrum Schöninger Speere
Um das gewünschte Erlebniszentrum mit Millionen-Beträgen aus dem Konjunkturpaket II finanzieren zu können, wird von der Landesregierung ein Projekt übers Knie gebrochen, das noch lange nicht zu Ende gedacht ist“, so Gabriele Heinen-Kljajic.
Angesichts der Pläne zur Errichtung eines Erlebniszentrums für die Schöninger Speere haben die Landtagsgrünen die Prüfung weiterer Optionen gefordert. "Um das gewünschte Erlebniszentrum mit Millionen-Beträgen aus dem Konjunkturpaket II finanzieren zu können, wird von der Landesregierung ein Projekt übers Knie gebrochen, das noch lange nicht zu Ende gedacht ist", sagte die kulturpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic heute (Dienstag) in Hannover. Bei einem finanziell so hochkarätigen Vorhaben wie dem geplanten Erlebniszentrum sei "Sorgfalt vor Schnelligkeit" geboten, sonst drohe die "Renaissance des Pleite-Projektes Weser-Renaissance".
Die Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin an die Landesregierung habe offenbart, dass es an einem tragfähigen Konzept für die Präsentation der Schöninger Speere fehlt. Heinen-Kljajic: "Es ist noch immer völlig unklar, in welcher Form die Forschung vor Ort etabliert, wie die laufenden Kosten getragen und wer überhaupt Träger des Zentrums werden soll. Solange diese essentiellen Fragen nicht geklärt sind, kann man keine Gelder in Millionenhöhe bewilligen – geschweige denn bereits mit dem Bau beginnen."
Die Grünen-Politikerin schlägt vor, auch die Option zur Errichtung eines Besucherzentrums in Schöningen bei gleichzeitiger Kooperation mit einem Landesmuseum zu prüfen. "Eine solche Zusammenarbeit wird zum Beispiel bei der Präsentation der 'Himmelsscheibe von Nebra` in Kooperation mit dem Landesmuseum Halle erfolgreich praktiziert."