Infrastruktur bündeln und ÖPNV flexibler gestalten:Landesregierung ohne Strategie für den demografischen Wandel
Mit einem Entschließungsantrag für das kommende Landtagsplenum fordern die Grünen neue Initiativen zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels in Niedersachsen. Es fehle der Lande...
Mit einem Entschließungsantrag für das kommende Landtagsplenum fordern die Grünen neue Initiativen zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels in Niedersachsen. Es fehle der Landesregierung an einer Strategie, die Politik langfristig auf die Folgen von Alterung und Bevölkerungsrückgang auszurichten, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah am Dienstag in Hannover. Besonders im Harz, im Wendland, in Teilen des Weserberglandes und in der Heide sei die Entwicklung heute schon dramatisch.
"Die Regierung Wulff agiert noch im Stil der Wachstumsjahre und fördert damit die weitere Zersiedelung und den Aufbau unwirtschaftlicher Doppelstrukturen in Versorgung und Verwaltung", sagte Hagenah. Notwendig sei es jetzt, die Bürgerbeteiligung zu organisieren und neue Lösungen für die Bündelung der Infrastruktur in zentralen Orten sowie flexiblere Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr zu entwickeln.
Andere Bundesländer seien in der Bearbeitung des Themas weiter. Damit drohe Niedersachsen im künftig noch härter werdenden Wettbewerb um Einwohner und Arbeitsplätze ins Hintertreffen zu geraten.
Weitere Anträge zu den demografierelevanten Themen Wohnungs- und Städtebaupolitik, Regionalreform und Gesundheits- und Sozialpolitik werden in den folgenden Landtagssitzungen vorgelegt.