Pressemeldung Nr. 159 vom

Auch vier Proben aus Niedersachsen mit verbotenem Malachitgrün belastet:Landesregierung schützt Giftfisch-Produzenten

„Minister Ehlen schützt weiterhin lieber die Täter als die Verbraucher. Verbraucherschutz durch Verbraucherinformation ist und bleibt für diese Landesregierung ein Fremdwort“

Als "völlig unzureichend" haben die Landtagsgrünen die Antworten der Landesregierung auf ihre Anfrage zur Giftbelastung von Fischen und anderen Meerestieren aus Aquakulturen bezeichnet. "Minister Ehlen schützt weiterhin lieber die Täter als die Verbraucher. Verbraucherschutz durch Verbraucherinformation ist und bleibt für diese Landesregierung ein Fremdwort", sagte der verbraucherschutzpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein heute (Montag) in Hannover.

Die Landesregierung hatte in ihrer Antwort bestätigt, dass Aquakulturprodukte relativ häufig mit verbotenen Giften, wie Malachitgrün, Nitrofuran und Chloramphenicol belastet seien und dass die gefundenen Rückstände gesundheitsschädlich sind.

Die Frage des Grünen-Politikers nach den betroffenen Produkten, deren Herstellern, Importeueren und Händlern allerdings wurde nicht beantwortet. "Wir erwarten, dass in diesen Fällen sofort Ross und Reiter genannt werden. Nur dann können die Verbraucher sich wirklich schützen, indem sie die Ware in den Regalen liegen lassen oder zurückbringen." Das sei außerdem das wirksamste und schnellste Mittel damit künftig nur noch unbelastete Produkte in den Verkauf kommen.

Als besonders besorgniserregend bezeichnet es der grüne Verbraucherschutzexperte, dass nicht nur asiatische Importe betroffen waren. In vier Fällen wurde auch in Forellen aus niedersächsischen Aquakulturen das verbotene Malachitgrün gefunden.

Klein: "Das macht deutlich, dass nur intensive Kontrollen mit vollständiger und schneller Information der Verbraucher Abhilfe schaffen können. Dabei muss das öffentliche Interesse Vorrang haben vor der Geheimhaltungssucht von Unternehmen und Landesbehörden".

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