Pressemeldung Nr. 31 vom

GRÜNE: Keine „Warteschleife“ ohne qualifizierenden Abschluss:Landesregierung sitzt Ausbildungsplatzmangel aus

Ein verstärktes Engagement der Landesregierung zur beruflichen Qualifizierung von Jugendlichen hat die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktoin Ina Korter gefordert.

Ein verstärktes Engagement der Landesregierung zur beruflichen Qualifizierung von Jugendlichen hat die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter gefordert. "Viele Jugendliche in den 9. und 10. Klassen werden heute mit bangen Gefühlen auf ihre Halbjahreszeugnisse schauen, weil selbst gute Noten längst keine Gewähr für einen Ausbildungsplatz mehr bieten", so Korter.

In Niedersachsen gingen 46 % der Schulabgänger derzeit in die "Übergangssysteme" oder "Warteschleifen"; im Durchschnitt durchlaufe dort jeder Jugendliche vier verschiedene Maßnahmen. "Damit wird Lebenszeit der Jugendlichen vergeudet, Perspektivlosigkeit vermittelt und Motivation zerstört", sagte die Grünen-Politikerin.

Korter fordert deshalb eine Modularisierung und Flexibilisierung der beruflichen Bildung. "Die Übergangssysteme müssen so ausgestaltet sein, dass dort in jedem Fall entweder anerkannte berufliche oder zusätzliche schulische Qualifikationen erworben werden."

Solange es nicht genügend Ausbildungsplätze im dualen System gebe, müsse die schulische Ausbildung stärker ausgebaut werden. "Jugendliche, die aufgrund fehlender betrieblicher Lehrstellen eine vergleichbare Berufsschulbildung machen, müssen ihre Prüfungen vor den Industrie- und Handelskammern ablegen können", sagte Korter. Das Berufsbildungsgesetz mache das heute schon möglich

Für Jugendliche mit besonderen Handicaps müssten gemeinsam mit den Kammern anerkannte Ausbildungsmodule in Werkstatt- oder Produktionsschulen entwickelt werden.

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