Landesregierung soll Vareler Kinderpflege-Schülern Weg aus der Sackgasse zeigen - Janßen stellt Anfrage zu Lehrermangel an Vareler Berufsschulen
Welchen Weg schlägt die Landesregierung den Absolventen der Berufsfachschule Kinderpflege vor, damit sie ihren Berufswunsch Erzieherin oder Erzieher zu werden trotz fehlender Lehrer an der Sozialassis...
Welchen Weg schlägt die Landesregierung den Absolventen der Berufsfachschule Kinderpflege vor, damit sie ihren Berufswunsch Erzieherin oder Erzieher zu werden trotz fehlender Lehrer an der Sozialassistentenschule realisieren können? Das will der Vareler Grünen-Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Janßen in einer Kleinen Anfrage vom niedersächsischen Kultusministerium wissen.
Anlass für die Anfrage ist die plötzlich fehlende Möglichkeit, in die zweiten Klasse der Berufsfachschule Sozialassistentin/Sozialassistent einzusteigen. Der Abschluss der Sozialassistentenschule ist Voraussetzung, um eine Ausbildung zur Erzieherin oder Erzieher beginnen zu können. Mehreren Hauptschülern war geraten worden, zunächst die Zweijährige Berufsfachschule Kinderpflege in Varel zu besuchen, dort den Realschulabschluss nachzuholen und danach unmittelbar in den zweiten Jahrgang der zweijährigen Sozialassistentenschule einzusteigen. Kurz vor Abschluss der Kinderpflegschule war den Schülerinnen und Schülern jedoch mitgeteilt worden, aus Lehrermangel könne dieser Bildungsweg in diesem Jahr nicht angeboten werden.
"Es ist ein Skandal, wenn fast 20 junge Leute nach 2 Jahren plötzlich in einer Sackgasse stecken und ihre geplante Ausbildung nicht fortsetzen können. Wir können den Jugendlichen nicht ständig raten eine qualifizierte Ausbildung zu machen und sie dann so im Regen stehen lassen", sagte Hans-Joachim Janßen.
Der Grünen-Politiker fordert daher vom Kultusministerium, den betroffenen Schülerinnen und Schülern schnell und unbürokratisch zu helfen "Eine entsprechend ausgebildete Lehrkraft wird derzeit als Vertretungskraft eingesetzt, die Räume sind in Varel vorhanden. Bei gutem Willen müsste man da eine schnelle Lösung finden können", so Janßen.