Landesregierung spielt Bildung gegen Bildung aus - CDU Haushaltslogik: Mehr Lehrer, weniger Hochschullehrer
Nach Ansicht der hochschulpolitischen Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, sind die Hochschulen die ersten Verlierer der Bildungspolitik von CDU und FDP. "Mit dem "Turn...
Nach Ansicht der hochschulpolitischen Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, sind die Hochschulen die ersten Verlierer der Bildungspolitik von CDU und FDP. "Mit dem "Turn-around-Fonds" spielt die neue Landesregierung Bildung gegen Bildung aus", sagte die Grünen-Abgeordnete heute (Donnerstag) in Hannover. "Mehr Lehrer bedeuten nach der Möllringschen Haushaltslogik gleichzeitig weniger Hochschullehrer."
Zwar sei keine Hochschule durch die nun beschlossenen Kürzungen in Höhe von rund 26 Mio. Euro in ihrer Existenz gefährdet, doch ist absehbar, dass damit das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht wurde. Außerdem führten die Vorschläge zu kritikwürdigen Konsequenzen, so Heinen-Kljajic. Beispielsweise würden die in diesem Semester erstmalig erhobenen Langzeitstudiengebühren nicht wie versprochen den Hochschulen zur Verbesserung der Lehre zufließen. "Der versprochene Lenkungseffekt der Gebühren kann also getrost vergessen werden. Hier wurde lediglich zur Haushaltssanierung abkassiert."
Streit drohe obendrein unter den Hochschulen selbst, denn zurzeit sei noch nicht entschieden, ob auch die Stiftungshochschulen an den Kürzungen beteiligt werden. Folgerichtig hätten die anderen natürlich umso mehr zu schultern. Heinen-Kljajic: "Nach den Liegenschaften ein zweites Geschenk für die Begüterten. Es besteht die Gefahr, dass die niedersächsische Hochschullandschaft qualitativ auseinanderdriftet."