Pressemeldung Nr. 2234 vom

Landesregierung verfehlt Reformbedarf der Lehrerausbildung - Reform der äußeren Struktur ersetzt nicht die fehlende inhaltliche Weiterentwicklung

"Der bevorstehende Wahltermin sollte die Landesregierung nicht zwingen, mit ungaren Konzepten in die Öffentlichkeit zu gehen." Mit diesen Worten reagierte die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Lan...

"Der bevorstehende Wahltermin sollte die Landesregierung nicht zwingen, mit ungaren Konzepten in die Öffentlichkeit zu gehen." Mit diesen Worten reagierte die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Brigitte Litfin auf das heute (Dienstag) von der Landesregierung vorgestellte Konzept zur Lehramtsausbildung.
"Eine Veränderung der äußeren Strukturen der Lehramtsausbildung bringt noch nicht die notwendige inhaltliche Weiterentwicklung," sagte Litfin. An diesem Punkt bliebe die Landesregierung jedoch zu vage. Notwendig sei vor allem, die LehramtsstudentInnen zu einer wissenschaftlichen Reflexion der beruflichen Praxis zu befähigen, um ihre Professionalität zu erhöhen. "Lehrer müssen vor allem verstehen, warum jemand etwas nicht versteht," so die Grünen-Politikerin. Die von der Landesregierung geplante Unterteilung in ein mehr an den Fachwissenschaften orientiertes Bachelor-Studium und ein mehr erziehungswissenschaftliches Master-Studium werde eine Stärkung des Praxisbezuges behindern. "Dieses Konzept, das in Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde, ist nach massiver Kritik von Erziehungswissenschaftlern inzwischen schon wieder überholt," sagte Litfin.

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