Landesregierung versäumt Ausbau der Infrastruktur für bürgerschaftliches Engagement
Die positive Bilanz der Leistungen der Landesregierung zum Abschluss des Internationalen Jahrs der Freiwilligen wird von den Landtagsgrünen in Zweifel gezogen. Die Rahmenbedingungen für die Freiwillig...
Freiwillige brauchen mehr als
Kaffeefahrten mit dem Ministerpräsidenten
Die positive Bilanz der Leistungen der Landesregierung zum Abschluss des Internationalen Jahrs der Freiwilligen wird von den Landtagsgrünen in Zweifel gezogen. Die Rahmenbedingungen für die Freiwilligenarbeit in Niedersachsen hätten sich in diesem Zeitraum kaum verbessert, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte Pothmer am Donnerstag in Hannover.
Die finanzielle Absicherung von Freiwilligenagenturen und anderen Anlaufstellen auf kommunaler Ebene sei nicht gewährleistet. Auch die Einrichtung einer Stabsstelle zur Koordination der landesweiten Zusammenarbeit von Land, Kommunen, Verbänden und Bürgern lasse auf sich warten.
Die Grünen-Politikerin kritisierte, dass sich die Landesregierung eher für kurzlebige Modellprojekte und Hochglanzbroschüren feiern lassen wolle. "Damit wird die Lage nicht verbessert", sagte Pothmer. "Wie bürgerschaftliches Engagement befördert werden kann, wissen die Aktiven am besten. Aber für den Aufbau und die Aufrechterhaltung der dafür notwendigen Infrastruktur ist das Land zuständig."
Pothmer forderte strukturelle Nachbesserungen, da sonst auf Dauer die Bereitschaft der Bürger zum Engagement nachlassen werde. "Anerkennungskultur für Freiwillige ist mehr als eine Kaffeefahrt mit dem Ministerpräsidenten."
dk/