Grüne fordern besseren Wärmeschutz auch für den Landtag:Landesverwaltung muss Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten
"Durch wärmetechnische Sanierung der landeseigenen Gebäude sollen bereits in den nächsten 5 Jahren 15% der Heizenergie eingespart werden. Ziel müsse sein, die Landesliegenschaften möglichst auf Niedrigenergiestandard zu bringen", so Hans-Joachim Janßen.
Ein Programm zur Reduzierung des C02-Ausstoßes in der Landesverwaltung fordern die Grünen in einem Landtagsantrag. Durch wärmetechnische Sanierung der landeseigenen Gebäude sollen bereits in den nächsten 5 Jahren 15% der Heizenergie eingespart werden. Ziel müsse sein, die Landesliegenschaften möglichst auf Niedrigenergiestandard zu bringen, erklärte der energiepolitische Sprecher der Landtagsgrünen Hans-Joachim Janßen heute (Mittwoch) in Hannover.
"Damit würden nicht nur C02-Emissionen, sondern zumindest mittelfristig auch Steuergelder eingespart", sagte Janßen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, wonach bei der energetischen Gebäudesanierung pro gesparter Tonne Kohlendioxid im Schnitt auch 150 Euro Kosten eingespart werden können.
Gerade beim Landtagsgebäude selbst sehen die Grünen erhebliche Einsparmöglichkeiten. "Wärmetechnisch ist der Landtag nicht viel besser als ein Zelt. Viele Fenster sind sogar nur einfach verglast", so Hans-Joachim Janßen.
Bei sich selbst haben die Grünen bereits mit dem Energiesparen begonnen. "Nutzlosen Standby-Betrieb gibt es bei uns nicht mehr", versichert Janßen. "Wir haben die Steckdosen für sämtliche PCs, Drucker und Kopieren mit einfachen Kippschaltern oder Zeitschaltuhren ausgestattet. Allein durch konsequente Vermeidung des Standby-Betriebs könne bundesweit mehr als ein Atomkraftwerk eingespart werden.
Auch den Fuhrpark des Landes nehmen die Grünen aufs Korn: "Ich erwarte zwar nicht, dass Herr Wulff demnächst mit einem Kleinwagen vorfährt, aber das emissionsärmste Modell der Klasse sollte es schon sein", fordert Hans-Joachim Janßen.