Frühere Entscheidung hätte Zeit und Kosten gespart – Gratulation an alle Abriss-GegnerInnen:Landtagsneubau endlich vom Tisch
Als einen „späten Sieg von Einsicht und Vernunft“ und großen Erfolg des Engagements für den Denkmalschutz haben die Landtagsgrünen die einmütige Entscheidung der Baukommission gegen den Abriss und Neubau des Plenarsaals im Niedersächsischen Landtag bezeichnet.
Als einen "späten Sieg von Einsicht und Vernunft" und großen Erfolg des Engagements für den Denkmalschutz haben die Landtagsgrünen die heutige (Dienstag) einmütige Entscheidung der Baukommission gegen den Abriss und Neubau des Plenarsaals im Niedersächsischen Landtag bezeichnet. Damit sei der Plan für einen "tempelförmigen Baukörper mit einem Plenarsaal als Glasbausteinkiste" (Zitat Yi heute in der Kommissionssitzung) endgültig vom Tisch, freute sich der hannoversche Abgeordnete Enno Hagenah nach der Sitzung. "Es war letztlich unser Drängen auf eine exakte Baukostenberechnung mit einem direkten Vergleich zwischen Neubau und Umbau, das diesen Erfolg möglich gemacht hat", sagte der Grünen-Abgeordnete.
Jetzt könne endlich in Ruhe das Gespräch mit dem Denkmalschutz darüber erfolgen, inwieweit die beim Umbau angedachten Veränderungen im Inneren des Gebäudes den Kern des Ensembles nicht zerstören und deshalb wegen veränderter Nutzungsanforderungen genehmigungsfähig sind.
Hagenah: "Das alles hätten die SteuerzahlerInnen früher und preiswerter haben können. Entscheidend ist für uns Grüne, dass die Baukosten verlässlich unter die gesetzte 45-Millionen-Euro-Grenze gedrückt werden und der Landtag sich nicht eigenmächtig über die für alle BürgerInnen verbindlichen Regeln des Denkmalschutzgesetzes hinwegsetzt." Die Grünen schlagen vor, dafür auf eine teure, zusätzliche Tiefgarage oder andere beim Umbauentwurf besonders großzügig ausgefallene Raumzuschnitte zu verzichten.
Der Grünen-Politiker kündigte an, dass seine Fraktion sich nach diesem "glücklichen Zwischenstand der langen Debatte" bei den vielen UnterstützerInnen für den Erhalt des Plenarsaales mit einem kleinen Empfang im Landtag bedanken will. Anlass dafür soll das 50-jährige Jubiläum der Einweihung des Oesterlen-Baus direkt nach der Sommerpause am 11.09.2012 sein.