Lösung für Bahnverbindung Hannover-Halle noch nicht in Sicht
Versagen bei der Lösung der Probleme mit den Neitec-Zügen auf der Strecke Hannover-Hildesheim-Goslar-Halle werfen die Landtagsgrünen der Bahn AG und der Bahnindustrie vor. Der verkehrspolitische Sprec...
Land soll Zahlungen an Bahn AG einbehalten
Versagen bei der Lösung der Probleme mit den Neitec-Zügen auf der Strecke Hannover-Hildesheim-Goslar-Halle werfen die Landtagsgrünen der Bahn AG und der Bahnindustrie vor. Der verkehrspolitische Sprecher Stefan Wenzel bezeichnete die Aussagen der DB AG zur Bahnverbindung Hannover-Hildesheim-Goslar-Halle als enttäuschend. Der Konzernbevollmächtigte der DB AG für Niedersachsen und Bremen hatte am (heutigen) Freitag im Verkehrsausschuss des Landtages über die aktuellen Probleme mit den Neigetechnik-Zügen (Neitec) berichtet.
"Zur Zeit", so Wenzel, "sind 5 von 10 Zügen kaputt. Die Neitec-Einrichtungen aller Züge sind vom Eisenbahnbundesamt aufgrund von Sicherheitsmängeln stillgelegt worden. Eine Behebung des Problems ist noch nicht absehbar."
Kurzfristig müsse jetzt eine Übergangslösung für die Fahrgäste gefunden werden.Wenzel forderte daher den Einsatz von Ersatzzügen. "Damit können die Kapazitätsprobleme gelöst werden, unbefriedigend bleiben aber die längeren Fahrzeiten." Außerdem solle das Land seine Zahlungen an die Bahn AG wegen nicht erbrachter Leistung zunächst einbehalten.
Völlig unverständlich sei das Versagen der Bahnindustrie. Wenzel: "Lieferzeiten von mehr als zwei Jahren und die schlechte Qualität sind ein Skandal." Hier liege offensichtlich auch ein Versagen der Kartellbehörden vor, die eine Konzentration auf drei marktbeherrschende Konzerne zugelassen hätten.
wz