Pressemeldung Nr. 1783 vom

Magna Park bei Friedland - Beerdigung zweiter Klasse? - Wenzel: Gazely-Mutter WAL MART in argen Turbulenzen!

Die Presseberichte über einen möglichen Rückzug der Gazely-Mutter WAL MART häufen sich, erklärte der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel. In der neuesten Ausgabe der "Wirtschaftswoche" werde über eine...

Die Presseberichte über einen möglichen Rückzug der Gazely-Mutter WAL MART häufen sich, erklärte der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel. In der neuesten Ausgabe der "Wirtschaftswoche" werde über einen Rückzug vom deutschen Markt spekuliert. Obwohl der Lebensmittelhändler WAL MART mit einer Marktkapitalisierung von 247 Milliarden Euro zu den drei größten Konzernen der Welt gehöre, konnte der Konzern in Deutschland bislang nicht richtig Fuß fassen. Eine andere Unternehmenskultur, leistungsfähige Wettbewerber und starke Gewerkschaften erschweren demnach eine Kopie der üblichen WAL MART-Strategie.
Auch die Wirtschaftspresse liefere einen Beleg für die agressive Unternehmenspolitik, so Wenzel: (Zitat) "WAL MART geht immer nach dem gleichen Strickmuster vor. Region für Region erobern die Amerikaner durch einen aufreibenden Preiskampf, bis alle Wettbewerber sich frustriert oder ruiniert verabschieden." Deshalb, so Wenzel, müsse man sich auch fragen, wo die Arbeitsplätze, die die WAL MART-Tochter Gazely in Friedland schaffen wolle, wieder verloren gingen. "Was nützen neue Arbeitsplätze bei WAL MART, wenn die Arbeitsplätze bei LÖB, spar und allkauf in Göttingen und umzu wieder verloren gehen", so Wenzel.
Bemerkenswert sei auch ein Bericht, der kürzlich in einem Teil der regionalen Presse erschien. Demnach wollen die WAL MART-Gazely Leute ihre Investitionsentscheidung für den Magna Park zurückstellen, bis ein unanfechtbarer Planfeststellungsbeschluß für den Bau der Autobahn A 38 vorliege und alle möglichen Anfechtungsklagen abgelehnt seien. "Das kann noch lange dauern", so Wenzel.
Pikant, so Wenzel, sei auch der Umgang von Gazely-WAL MART mit den Gewerkschaften. In den USA ist WAL MART laut Presseberichten eine "gewerkschaftsfreie Zone". Die Manager würden dort ein Handbuch mit dem Titel: "A Management’s Toolbox to Remain Union Free" erhalten. wz

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