„Sander streut den Menschen Sand in die Augen“:Mangelhafte Sicherheitskultur im AKW Unterweser
Das jüngste Vorkommnis bei der Revision 2007 weist nach Ansicht der Landtagsgrünen auf eine mangelhafte Sicherheitskultur im AKW Unterweser hin. Ein Jahr lang sei eine falsche Einstellung im Notkühlsystem nicht entdeckt worden, bemängelte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter.
Das jüngste Vorkommnis bei der Revision 2007 weist nach Ansicht der Landtagsgrünen auf eine mangelhafte Sicherheitskultur im AKW Unterweser hin. Ein Jahr lang sei eine falsche Einstellung im Notkühlsystem nicht entdeckt worden, bemängelte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter. Der Betreiber habe außerdem zugeben müssen, dass im Lauf des letzten Jahres ein weiteres Kühlsystem über mehrere Tage nicht betriebsfähig gewesen sei. "Damit ist die  Sicherheit der Bevölkerung aufs Spiel gesetzt worden", so Korter. Die Abgeordnete forderte eine umfassende Information der Bevölkerung über die Mängel
Weiterhin rügte die Grünen-Abgeordnete die verharmlosenden Äußerungen des niedersächsischen Umweltministers Sanders über die Sicherheit des AKW Unterweser. Sander hatte gegenüber der Presse gesagt, das AKW befinde sich auf dem neuesten Stand der Technik. "Herr Sander streut den Menschen Sand in die Augen", sagte Korter.
Alles Nachrüsten älterer AKW wie eben auch das AKW Unterweser habe Grenzen. So sei der Reaktordruckbehälter nur durch eine 80 cm dicke Betonhülle gesichert, die gar nicht zu verstärken sei. Neuere Druckwasserreaktoren hätten eine 180 bis 200 cm dicke Betonschicht. "Minister Sander weiß offenbar überhaupt nicht, wovon er spricht. Bei Atomkraftwerken vor allem der älteren Generation gibt es nur eine sichere Lösung: Abschalten", verlangt die Grünen-Politikerin.