Gefährliche Hundehalter sind das Problem – Hundeführerschein gefordert:Maßnahmen der Landesregierung zum Umgang mit aggressiven Hunden „unzureichend“
Die Landtagsgrünen haben die geplante Gesetzesverschärfung zum Umgang mit aggressiven und gefährlichen Hunden als „unzureichend und in Teilen falsch“ bezeichnet.
Die Landtagsgrünen haben die geplante Gesetzesverschärfung zum Umgang mit aggressiven und gefährlichen Hunden als "unzureichend und in Teilen falsch" bezeichnet. Ein definitives Verbot der Hundehaltung für ehemalige Straftäter sei fachlich umstritten, rechtlich nicht haltbar und würde auch dem Resozialisierungsgebot nicht zuträglich sein, sagte der innenpolitische Sprecher Ralf Briese am Freitag (heute) in Hannover. Die Grünen fordern stattdessen den verpflichtenden Erwerb eines sogenannten Hundeführerscheins und eine Versicherungspflicht für alle Hundebesitzer.
"Das Problem der Hundeattacken muss endlich ursächlich angegangen werden", sagte Briese. Die Schuld für Beißvorfälle liege "zumeist am oberen Ende der Leine. Deshalb brauchen wir einen kleinen Hundeführerschein als Nachweis für die Halterbefähigung." Hunde, mit einem Gewicht von weniger als 10 kg könnten davon auf Antrag ausgenommen werden.
Der Grünen-Politiker forderte zudem, den Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Hunde gesetzlich festzuschreiben.
Briese: "Es kann nicht sein, dass nach lebensgefährlichen Beißattacken die Opfer auch noch leer ausgehen und keinen Schadensersatz bekommen. Für gefährlichere Hunde sind daher auch höhere Prämien zu bezahlen."