Pressemeldung Nr. 3461 vom

Masterplan Harz-Tourismus überfällig - Hilfe des Landes angemahnt - Konkurrenz durch Indoor-Skihallen verhindern

Kritik an den aktuellen Vorschlägen des Harzer Verkehrsverbandes (HVV) zur Verbesserung des Tourismus kommt von den Landtagsgrünen. "Der Harz hat nicht nur ein Marketingpro-blem, sondern auch ein Prob...

Kritik an den aktuellen Vorschlägen des Harzer Verkehrsverbandes (HVV) zur Verbesserung des Tourismus kommt von den Landtagsgrünen. "Der Harz hat nicht nur ein Marketingpro-blem, sondern auch ein Problem mit den konkreten Angeboten", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Enno Hagenah am Donnerstag in Hannover.
Es mangele an einer modernen touristischen Infrastruktur von guten Mittelklassehotels und Restaurants bis hin zu modernen Liftanlagen für den Wintersport. "Es ist sinnlos, Schneekanonen an Abfahrtshängen aufzustellen, an denen völlig veralterte Liftanlagen laufen. Das allein macht den Tourismus nicht attraktiver und gewährleistet auch nicht einen wirtschaftlichen Betrieb", sagte der Grünen-Politiker.
Hagenah forderte von der Landesregierung Unterstützung für die Kommunen. Jetzt ginge es darum, einen Masterplan Tourismus für den Harz aufzustellen, der alle touristischen Teilbereiche einschließe. "Es ist nicht zielführend, wieder nur ein Segment wie den Alpin-Sport mit staatlichen Fördergeldern auszubauen. Das schafft nur neue Anlagen mit Dauersubventionsbedarf. Die Krise im Harz-Tourismus kann nur mit einem ganzheitlichen Konzept überwunden werden."
Dazu würde es auch gehören, dass die Förderpolitik des Wirtschaftsministeriums geändert wird. Hagenah: "Die Absicht, fragwürdige Projekte wie Indoor-Skihallen im Weserbergland oder in der Lüneburger Heide mit öffentlichen Mitteln zu fördern, muss aufgegeben werden."

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