Pressemeldung Nr. 273 vom

„Als Ökoprophet ein Spätaufsteher“ - Je schneller, desto sicherer:McAllister ist Ministerpräsident und kann raschen Atomausstieg entscheiden

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel begrüßt die Einsicht des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, dass es für die Laufzeiten der Atomkraftwerke nur noch möglichst kurze Fristen geben soll. „Willkommen im Club der Atomkritiker“, sagte der Grünen-Politiker.

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel begrüßt die Einsicht des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, dass es für die Laufzeiten der Atomkraftwerke nur noch möglichst kurze Fristen geben soll. "Willkommen im Club der Atomkritiker", sagte der Grünen-Politiker am Sonntag (heute) in Hannover. Offenbar müsse der CDU-Politiker jedoch daran erinnert werden, dass er nicht mehr Fraktionsvorsitzender, sondern Ministerpräsident ist. "Sie und Ihre Partei regieren, Herr McAllister. Sie müssen nicht anregen oder appellieren, Sie können und müssen entscheiden!", sagte Wenzel. McAllister solle jetzt in seinem Kabinett, in seiner Partei und bei seiner Bundesregierung dafür sorgen, dass das geforderte Tempo beim Atomausstieg auch wirklich eingeschlagen wird. Das Motto dafür laute nicht nur, wie vom Ministerpräsidenten formuliert, "je kürzer, desto besser", sondern auch "je schneller, desto sicherer!". McAllister müsse unverzüglich entsprechende Verhandlungen und eine Initiative im Bundesrat auf den Weg bringen. Der Spuk mit den längeren Laufzeiten müsse endlich vom Tisch.

Bezüglich der ebenfalls an diesem Wochenende verkündeten "ministerpräsidentlichen Zukunftsprognose zur Energieentwicklung" konnte sich Grünen-Chef Wenzel einen Spott nicht verkneifen. Wer, wie McAllister, erst 20 Jahre nach eindeutigen und aussagestarken Energiestudien und nach 10 Jahren Wirtschaftsboom in den Wind- und Sonne-Branchen  den bedeutungsschweren Satz ausspreche "Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien", sei als "Öko-Prophet ein Spätaufsteher". Mit seiner "bahnbrechenden Erkenntnis" könne sich der  Ministerpräsident "im günstigsten Fall als Kandidat für die Ehrendoktorwürde an der Universität Bad Bederkesa profilieren".

Zurück zum Pressearchiv