Agrarland Nummer eins wird Skandalland Nummer eins :McAllister scheut Konsequenzen im Dioxin-Skandal
"Seine fortgesetzte Zögerlichkeit trägt dazu bei, dass Niedersachsen vom Agrarland Nummer eins zum Skandalland Nummer eins wird. Offenbar scheut McAllister die Auseinandersetzung mit den Drahtziehern im agrarindustriellen Komplex", so Stefan Wenzel.
Zur Weigerung des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, politische und personelle Konsequenzen aus dem sich weiter verschärfenden Skandal um Dioxin vergiftete Futtermittel zu ziehen, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel:
"Schon in den Debatten über die Vorwürfe gegen seine Ex-Ministerin Astrid Grotelüschen hat der Ministerpräsident die Brisanz der Lage nicht richtig eingeschätzt und gezeigt, dass er die Zügel nicht in den Händen hält. Seine fortgesetzte Zögerlichkeit trägt dazu bei, dass Niedersachsen vom Agrarland Nummer eins zum Skandalland Nummer eins wird. Offenbar scheut McAllister die Auseinandersetzung mit den Drahtziehern im agrarindustriellen Komplex. Ihm ist klar, dass, wenn die Lieferscheine der Futtermühlen beschlagnahmt, Eier und Fleisch aus den Handelsketten zurückgerufen und dabei Ross und Reiter genannt werden, er sich mit einer Lobby anlegt, die auch mit Teilen der CDU eng verflochten ist."