Pressemeldung Nr. 373 vom

McAllisters Forderung nach Sanktionen für Sprachkurs“verweigerer“ blanker Populismus

Die Landtagsgrünen haben die Forderung von Ministerpräsident David McAllister nach Sanktionen für angebliche Sprachkursverweigerer zurückgewiesen. „McAllister unterstellt damit, Kinder würden absichtlich von ihren Eltern nicht zur Sprachförderung geschickt.

Die Landtagsgrünen haben die Forderung von Ministerpräsident David McAllister nach Sanktionen für angebliche Sprachkursverweigerer zurückgewiesen. "McAllister unterstellt damit, Kinder würden absichtlich von ihren Eltern nicht zur Sprachförderung geschickt. Das ist billiger Populismus, der offensichtlich das konservative Lager in der gegenwärtigen Integrationsdebatte bedienen soll", sagte die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter heute (Donnerstag) in Hannover. Sie forderte David McAllister auf, konkrete Zahlen über angebliches Verweigerungsverhalten vorzulegen.

Schuldzuweisungen seien kontraproduktiv. Richtiger sei es, Wege zu finden, wie die unverzichtbare Sprachförderung vor der Einschulung verbessert und die Familien stärker einbezogen werden könnten, so Ina Korter. Dazu gehöre u.a., dass die vorschulische Sprachförderung in den vertrauten Kindertagesstätten stattfinden und ausreichend vom Land finanziert werden müsse. Die bisher bereit gestellten Mittel reichten jedoch nicht aus.

"Der Kindergarten ist bisher keine Pflicht. Vielen Eltern ist vermutlich gar nicht klar, dass die Sprachförderung vor der Einschulung jedoch sehr wohl verpflichtend ist. Mit voreiligen Sanktionen wird man diese Eltern nur abschrecken", so Korter.

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