Nur die Hälfte besucht in Niedersachsen eine Kindertagesstätte:Migrantenkinder besser integrieren
Die Landtagsgrünen haben von der Landesregierung verstärkte Anstrengungen zu Gunsten der Integration von Migrantenkindern gefordert.
Die Landtagsgrünen haben von der Landesregierung verstärkte Anstrengungen zu Gunsten der Integration gefordert. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Miriam Staudte wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr nur 53 Prozent der drei- bis fünfjährigen Migrantenkinder zwischen Harz und Heide eine Kindertagesstätte besucht haben. Damit liegt Niedersachsen auf dem letzten Platz der westdeutschen Bundesländer. Nur in Ostdeutschland und in Berlin sind die Ergebnisse noch schlechter.
Gerade die Kinder aus Einwandererfamilien bräuchten den frühzeitigen Kontakt zu anderen Kindern, um die deutsche Sprache zu lernen, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch (heute) in Hannover. "Sonst sind durch die Sprachschwierigkeiten schlechte Leistungen in der Schule vorprogrammiert." Die Regierung Wulff beschränke sich in dieser Frage offenbar auf "fromme Versprechen. Ernsthafte Bemühungen, diese Quote zu erhöhen, sind bislang nicht erkennbar", sagte Staudte. Das sei angesichts eines ständig steigenden Anteils von Migrantenkindern verantwortungslos.