Minister Bartels diskriminiert Ökolandbau - Nitrofen-Skandal nicht zur Blockade der Agrarwende missbrauchen
Die Landtagsgrünen weisen "Unterstellungen und Vorwürfe" von Landwirtschaftsminister Bartels gegen die agrarpolitische Wende schärfstens zurück.Der SPD-Politiker hatte im Zusammenhang mit dem Nitrof...
Die Landtagsgrünen weisen "Unterstellungen und Vorwürfe" von Landwirtschaftsminister Bartels gegen die agrarpolitische Wende schärfstens zurück.
Der SPD-Politiker hatte im Zusammenhang mit dem Nitrofen-Futtermittelskandal Bundesministerin Künast einseitige Politik zu gunsten der Öko-Betriebe vorgeworfen.
"Der Vorwurf, Künast betreibe einseitige Agrarpolitik ist absurd. Selbst bei der Förderung von Agrarumweltmaßnahmen entfallen lediglich 10 % auf den Ökologischen Landbau," sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Hans-Jürgen Klein am Montag in Hannover.
Minister Bartels würde sich als Fürsprecher der Agrarlobby outen, die nach BSE alles beim Alten belassen wollte und allenfalls zu "kosmetischen Veränderungen" bereit sei. Mit seinen Vorwürfen diskriminiere Bartels die verbraucher- und umweltfreundliche Bewirtschaftung des Ökolandbaus pauschal.
Der Futtermittelskandal sei ein schwerer Rückschlag für den Ökolandbau. Klein kritisierte die nicht rechtzeitige Weitergabe der Informationen und Untersuchungsergebnisse und forderte entsprechende Konsequenzen. Die Schuldigen müssten zur Verantwortung gezogen werden.