Pressemeldung Nr. 179 vom

„Pleiten-Konsortium“ aus Baufirma, Realisierungsgesellschaft und Aufsichtsrat zum Schaden Niedersachsens :Minister Bode verstolpert Hafen-Projekt

Der JWP werde in seinem Krisenpotenzial zur niedersächsischen Entsprechung des Berliner Flughafen-Neubaus, so Enno Hagenah.

Nach dem heute (Freitag) von der Firma Eurogate erneut geäußertem Zweifel an der rechtzeitigen Inbetriebnahme des Jade-Weser-Ports (JWP), angesichts der gescheiterten Anlandung der neuen Containerbrücken, haben die Landtagsgrünen von einem "Pleiten-Konsortiums aus Baufirma, Realisierungsgesellschaft und Aufsichtsrat Minister Bode" gesprochen. Der  JWP werde in seinem Krisenpotenzial zur niedersächsischen Entsprechung des Berliner Flughafen-Neubaus, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah. "Für die offenkundig zu spät begonnene Reparatur steht neben der Baufirma klar auch die Realisierungsgesellschaft und der Aufsichtsrat mit dem Vorsitzenden Minister Bode in der Verantwortung. Acht Monaten nach der ersten festgestellten Schlosssprengung muss man bei einem Milliardenprojekt deutlich weiter in der Schadensbehebung sein, als dies in Wilhelmshaven der Fall ist."

Die hafenpolitische Sprecherin der Grünen, Elke Twesten, sieht den Eröffnungstermin am 5. August "nicht mehr nur wackeln sondern taumeln". "Keine zehn Tage ist es her, das Minister Bode dem Landtag versicherte, dass zur Schadensbehebung und für den Probebetrieb alles abgestimmt und sicher bis zum genannten Termin zu leisten sei. Die erneute Panne mit der darauf folgenden Warnung von Eurogate den für den Betriebsbeginn notwendigen Probebetrieb so nicht durchführen zu können, entlarvt die Aussagen des Ministers als dreiste Schönfärberei."

Eurogate brauche nach Aussagen von Fachleuten die verbleibende Zeit zwingend, um alle Containerbrücken und alle zum Betriebsbeginn erforderlichen Kajenbereiche präzise für die spätere Verladearbeit ein zu messen, so die beiden Grünen weiter. Die Computer- und GPS-gestützte automatische Be- und Entladung könne nicht nur simuliert werden, sondern müsse vor Ort programmiert und erprobt werden. Deshalb müsse jetzt endlich alles auf den Tisch, was zu dem Schaden geführt habe und wer welche Verantwortung für die verlorene Zeit zur Sanierung seit September letzten Jahres bis zum Eröffnungstermin zu tragen habe.

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