"Ministeräußerungen zur Außenemsvertiefung voreilig" GRÜNE: Außenemsvertiefung kann zu erheblichen Problemen führen
"Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, woher Herr Minister Sander bereits heute weiß, dass die Folgen einer Außenemsvertiefung wenig gravierend sein werden" kritisiert der hafen- und schiffahrtspoli...
"Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, woher Herr Minister Sander bereits heute weiß, dass die Folgen einer Außenemsvertiefung wenig gravierend sein werden" kritisiert der hafen- und schiffahrtspolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion die Äußerungen des Nds. Umweltministers. Das gelte umso mehr, als CDU und FDP im Landtag gerade entsprechende Prüfaufträge zur Folgenabschätzung gefordert hätten und Herr Minister Hirche diese auch zugesagt habe.
"Hier drängt sich doch klar der Verdacht auf, dass die Vertiefungsfolgen gar nicht mehr ernsthaft und ergebnisoffen geprüft werden sollen, sondern dass die Landesregierung sich bereits festgelegt hat" so Janßen weiter.
Dies sei um so unbegreiflicher als Vertiefungen in den Flußmündungsbereichen von Ems, Elbe und Weser bislang erhebliche negative Folgen mit sich gebracht hätten. Bei einer Außenemsvertiefung geht der Landtagsabgeordnete der Grünen davon aus, dass die Wassermassen der Nordsee voraussichtlich schneller in die Unterems gelangen würden. Dadurch kämen mehr Schwebstoffe in diesen Bereich, was die Verschlickung und den Sauerstoffmangel in der Unterems verstärken könne. Auch die Deiche seien dann höheren Belastungen ausgesetzt. In der Außenems sei mit Wattveränderungen zu rechnen, die Aus-wirkungen auch auf die Fischerei wahrscheinlich werden ließen.
"Diese Folgewirkungen sind genauso zu prüfen wie die gesamtwirtschaftlichen Vor- und Nachteile. Mehr Schlickablagerungen in der Unterems bedeutet z.B. auch höhere Baggerkosten in diesem schon bislang kostenträchtigen Bereich. Vor diesem Hintergrund mögliche negativen Folgen kleinzureden, ist keine seriöse Politik" stellt Janßen abschließend fest.