Miriam Staudte: Untreue-Vorwurf gegen Leuphana-Vize klären
„In den vergangenen Jahren wurde im Zuge der Audimax-Planungen das Vorgehen von Holm Keller von vielen Seiten kritisch hinterfragt - nur leider nicht von der damaligen Landesregierung“, so Miriam Staudte.
Darum geht’s
Die Staatsanwaltschaft Verden hat wegen des Verdachts der Untreue Ermittlungen gegen Holm Koller, Vize-Präsident der Leuphana-Universität Lüneburg, eingeleitet.
Das sagen die Grünen
Miriam Staudte, Abgeordnete aus Lüneburg
„In den vergangenen Jahren wurde im Zuge der Audimax-Planungen das Vorgehen von Holm Keller von vielen Seiten kritisch hinterfragt - nur leider nicht von der damaligen Landesregierung.“
„Es ist sinnvoll, dass die Vorwürfe nun juristisch überprüft werden, denn offenbar war die Einschätzung der EU-internen Ermittlungsbehörde gegen Betrug (OLAF) richtig, dass eventuell auch gegen nationales Recht verstoßen wurde.“
„Über mögliche Konsequenzen kann, falls sich der Vorwurf der Untreue bestätigen sollte, erst nach Abschluss der Ermittlungen diskutiert werden.“
Zum Hintergrund
Der Bau des neuen Zentralgebäudes der Leuphana-Universität Lüneburg, entworfen von Stararchitekt Daniel Libeskind, soll mindestens 60 Mio. Euro kosten. Weil darin auch EU-Fördergelder enthalten sind, hat die Europäische Kommission über die EU-interne Ermittlungsbehörde gegen Betrug (OLAF) den Audimax-Bau überprüfen lassen. Kürzlich wurde der Landesregierung der Bericht von OLAF zur Verfügung gestellt. Die Staatsanwaltschaft Verden sieht nun genügend Anhaltspunkte, gegen Holm Keller, Vizepräsident der Uni, wegen Untreue zu ermitteln. Auch wolle man Hinweisen nach Subventionsbetrug nachgehen, heißt es.