Pressemeldung Nr. 164 vom

Bessere personelle Ausstattung in Bachelor- und Masterstudiengängen gefordert:Missstände an Unis sind Folge von Stratmanns Bologna-Sparmodell

Die hohe Abbrecherquote in den neuen Studiengängen zeugt nach Auffassung der hochschulpolitischen Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic von den schlechten Studienbedingungen in Folge des „Stratmannschen Bologna-Sparmodells“.

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, Konsequenzen aus den in der Presse geschilderten Missständen in den Bachelor- und Masterstudiengängen an niedersächsischen Hochschulen zu ziehen. Die hohe Abbrecherquote in den neuen Studiengängen zeugt nach Auffassung der hochschulpolitischen Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic von den schlechten Studienbedingungen in Folge des "Stratmannschen Bologna-Sparmodells". Das ursprüngliche Ziel des Bologna-Prozesses, die Senkung der Abbrecherquote, werde damit konterkariert.

Die Grünen-Politikerin macht dafür die schlechte Betreuungsrelation und die Unterfinanzierung der Studienplätze verantwortlich. Während die Landesregierung in ihrer "Billigkalkulation" für den Hochschulpakt gerade einmal 4.260 € jährlich für einen Studienplatz veranschlagt habe, gehe die Hochschulrektorenkonferenz davon aus, dass mindestens 7.300 € benötigt würden. Ebenfalls habe das Wissenschaftsministerium die Betreuungsrelation in den neuen Studiengängen weiter herabgesetzt, obwohl alle Fachverbände, von der Hochschulrektorenkonferenz bis zum Wissenschaftsrat, eine bessere Betreuungsrelation forderten.

"Immer weniger Professoren sind für immer mehr Studierende zuständig. Obwohl die Studierenden mittlerweile 500 € pro Semester für die Verbesserung ihrer Studienbedingungen bezahlen, haben sich diese faktisch verschlechtert", so Heinen-Kljajic. "Wer Bachelor und Master als Billigmodell fährt, der hat Bologna nicht verstanden."

Zurück zum Pressearchiv