Mehr Raum für eigenverantwortliches Lernen gefordert:Mit Busemanns Oberstufenreform zurück zur Paukerschule der sechziger Jahre
Die Landtagsgrünen werfen Kultusminister Busemann vor, mit der Einschränkung der Wahlfreiheit bei der geplanten Oberstufenreform zur "Paukerschule der sechziger Jahre" zurückzukehren. Die stellvertret...
Die Landtagsgrünen werfen Kultusminister Busemann vor, mit der Einschränkung der Wahlfreiheit bei der geplanten Oberstufenreform zur "Paukerschule der sechziger Jahre" zurückzukehren. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter kritisierte die geplante Einschränkung der Wahlfreiheit bei den Prüfungsfächern. Der Beschluss der Landesregierung würde alle Bedenken von Landeselternrat und Landesschülerrat ignorieren. "Wieder mal pfeift Busemann auf den Rat der Fachleute und der Betroffenen. Die Durchsetzung der Verordnung mit der Brechstange ist ein Affront", sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag in Hannover.
Die neue Oberstufe werde der Vielfalt der Begabungen nicht gerecht. In der Folge sei zu befürchten, dass weniger Schülerinnen und Schüler das Abitur erreichten als bisher. Bildungspolitisches Ziel müsse aber eine deutliche Erhöhung der Abiturquote sein und nicht mehr Aussortierung, sagte Korter. "Statt die Schülerinnen und Schüler zu bevormunden, muss das eigenverantwortliche Lernen gefördert werden. Nur so kann die Studierfähigkeit erhöht werden."