Pressemeldung Nr. 3779 vom

Mit CDU keine Garantie für freien Elternwillen - Zwangsverteilung auf Schulformen verhindern

Die Landtagsgrünen sehen mit den jüngsten Äußerungen von Kultusminister Busemann zur Umsetzung der Schullaufbahnempfehlungen die Wahlfreiheit in Gefahr. "Jetzt ist es raus: Mit der CDU gibt es keine G...

Die Landtagsgrünen sehen mit den jüngsten Äußerungen von Kultusminister Busemann zur Umsetzung der Schullaufbahnempfehlungen die Wahlfreiheit in Gefahr. "Jetzt ist es raus: Mit der CDU gibt es keine Garantie für den freien Elternwillen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Freitag in Hannover.
Busemann hatte sich entsprechendend unbestimmt gegenüber der Presse geäußert und auf mögliche Zwangsmaßnahmen wie Aufnahmeprüfungen und Zensurenschnitte hingewiesen, die über die Zulassung an der gewünschten Schulform entscheiden könnten.
Mit den ersten vorliegenden Anmeldungsergebnissen würde sich abzeichnen, dass die Verteilung auf die Schulformen nicht so unproblematisch verlaufe, wie es sich der Kultusminister erträumen würde, sagte Korter. "Das wird sich fortsetzen. Es ist nachvollziehbar, dass Eltern die Bildungswege und Chancen für ihre Kinder möglichst lange offen halten wollen und deshalb nach den höheren Schulformen streben."
Überdies habe die IGLU-Studie gezeigt, wie fragwürdig die Laufbahnempfehlungen häufig seien. Korter: "Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit. Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass der Kultusminister sein neues Schulgesetz durchgepeitscht hat. Jetzt kracht es im Gebälk."
Korter warnte davor, die Eltern unter Zwang zu setzen und warf Busemann vor, mit der frühen Trennung nach Klasse 4 das Aus für die Hauptschule eingeläutet zu haben. Der Kultusminister sollte jetzt auf die Signale hören und sich nicht länger der Zulassung von neuen Gesamtschulen verweigern. "Ein Großteil der Eltern will eine Schule für alle."

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