Pressemeldung Nr. 174 vom

Grüne verlangen Stopp des Pilotprojektes:Mit dem GigaLiner in den Gigastau!

"Wirkliche Entlastungen für Mensch und Umwelt würden nur erreicht, wenn mehr Güter auf der Schiene transportiert würden", so Enno Hagenah

Mit Unverständnis hat der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen Enno Hagenah auf die Ankündigung eines Pilotprojektes des niedersächsischen Verkehrsministers im Schwerlastverkehr reagiert. "Minister Hirche will den steigenden Güterverkehr in den Griff bekommen, indem er überlange Lastkraftwagen über Niedersachsens Straßen rollen lässt", so Hagenah. Statt die weitere Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene zu unterstützen, eröffne der Minister mit der bundesweit einmaligen Ausnahmegenehmigung für die so genannten GigaLiner einen ruinösen Wettbewerb zwischen Schiene und Straße und unter den Spediteuren.

"Viele Verkehrsexperten warnen vor unzähligen praktischen Probleme und Gefahren. Was passiert z. B., wenn so ein GigaLiner wegen einer Autobahnsperrung auf die Umleitungsstrecken ausweichen muss, die er technisch wegen Kreisverkehren oder engerer Straßenführung gar nicht bewältigen kann?", fragt Hagenah. Mit mehr als 25 Metern Länge behinderten diese LKW den Verkehrsfluss erheblich und zögen mögliche Überholmanöver bedenklich in die Länge. Damit seien Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer und Gigastaus vorprogrammiert.

Wirkliche Entlastungen für Mensch und Umwelt würden nur erreicht, wenn mehr Güter auf der Schiene transportiert würden, so Hagenah weiter. "Mit dem Pilotprojekt für den GigaLiner schlägt das Verkehrsministerium wie beim geplanten Verkauf der Osthannoverschen Eisenbahnen erneut den falschen Weg ein und ist einmal mehr weit entfernt von innovativer Verkehrspolitik", stellt Hagenah fest.

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