Pressemeldung Nr. 4042 vom

Mit Stratmanns Kürzungen fällt der Vorhang für die freie Kulturszene in Niedersachsen

Mit scharfer Kritik haben die Landtagsgrünen auf Minister Stratmanns Ankündigung weitgehender Streichungen der Mittel im Bereich der Freien Kultur reagiert. "Damit fällt der Vorhang für die freie Szen...

Mit scharfer Kritik haben die Landtagsgrünen auf Minister Stratmanns Ankündigung weitgehender Streichungen der Mittel im Bereich der Freien Kultur reagiert. "Damit fällt der Vorhang für die freie Szene in Niedersachsen. Das Land zieht sich aus der Verantwortung für die Infrastruktur der kulturellen Grundversorgung zurück", sagte die kulturpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic am Mittwoch in Hannover. Der bisherige Konsens, dass das Land und die Kommunen die Kulturförderung gemeinsam mit den freien Trägern partnerschaftlich organisieren würde aufgekündigt.
Vielen der 1200 Einrichtungen in freier Trägerschaft drohe nun das Aus.
"Stratmanns Feldzug gegen eine vermeintlich aufgeblähte Verwaltung im Bereich der Freien Kultur zeugt von absoluter Unkenntnis der tatsächlichen Faktenlage", sagte die Grünen-Politikerin. Ausgerechnet die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS), die laut Stratmann mit besonders hohen Kürzungen zu rechnen hat, gilt mit einem Verwaltungskostenanteil von 9% als bundesweites Vorzeigemodell in Sachen effektiver Mittelverwendung. "Will Minister Stratmann uns etwa weismachen, dass der überwiegende Teil der Fördermittel bisher in die Verwaltung der Verbände ge-gangen sei?", sagte Heinen-Kljajic.
Der Verweis, alle Bereiche müssten sich stärker um Sponsoren kümmern, verkenne die Realität. Nachdem auch die Kommunen im Bereich Kultur immer weiter kürzen, sind die Landesmittel oft der einzige Anteil an Eigenmitteln, die wiederum Voraussetzung für die Einwerbung von Drittmitteln sind. "Die Kürzungen der Landesregierung werden auch negativen Einfluss auf die Möglichkeit der Einwerbung von Sponsorenmittel haben." so Heinen-Kljajic

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