Pressemeldung Nr. 105 vom

GRÜNE fordern Erhalt des musisch-kulturellen Unterrichts:Musikland Niedersachsen ist potemkinsches Dorf

Scharfe Kritik an den geplanten Kürzungen des Musik- und Kunstunterrichts an den Haupt- und Realschulen kommt von den Landtagsgrünen. „Der Titel Musikland Niedersachsen verkommt zum potemkinschen Dorf, wenn dem Programm die Substanz entzogen wird“, so Gabriele Heinen-Kljajic.

Scharfe Kritik an den geplanten Kürzungen des Musik- und Kunstunterrichts an den Haupt- und Realschulen kommt von den Landtagsgrünen. "Der Titel Musikland Niedersachsen verkommt zum potemkinschen Dorf, wenn dem Programm die Substanz entzogen wird", so die kulturpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic heute (Mittwoch) in Hannover. "Wir fordern die Landesregierung auf, diesen Erlass zu korrigieren und auf Kürzungen bei den musischen Fächern zu verzichten."

Da nachweislich die kognitiven Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern positiv durch den Musik- und Kunstunterricht beeinflusst würden, sei die Kürzung musischer Fächer an Haupt- und Realschulen auch bildungspolitisch nicht vertretbar.

Der Kulturstandort Niedersachsen werde mit dieser Maßnahme weiter geschwächt. Heinen-Kljajic: "Die Qualität von Kulturpolitik bemisst sich nicht am Ausrichten von Großevents, sondern an der täglichen Aufbauarbeit von unten. Kulturelle Teilhabe muss in der Schule ansetzen. Hier darf keine Schulform ausgegrenzt werden." In diesem Zusammenhang verwiesen die Landtagsgrünen auch auf das schlechte Abschneiden Niedersachsens beim Jugend-Kulturbarometer. Besonders im Bemühen, junge Leute an Kultur heranzuführen, sei Niedersachsen im Ländervergleich Schlusslicht. "Mit diesem Erlass macht die Landesregierung noch einmal deutlich, dass sie weiterhin die rote Laterne bei der Kulturpolitik hält und sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird", so Heinen-Kljajic abschließend.

Zurück zum Pressearchiv