Nach Nationalparken auch Naturparke im Harz zusammenlegen - Gemeinden im Umfeld des Nationalparks müssen profitieren
Nicht nur die beiden Harzer Nationalparke, sondern auch die Naturparke im Ost- und Westharz sollen zusammengelegt werden. Das fordern in einer gemeinsamen Erklärung die umweltpolitische Sprecherin und...
Nicht nur die beiden Harzer Nationalparke, sondern auch die Naturparke im Ost- und Westharz sollen zusammengelegt werden. Das fordern in einer gemeinsamen Erklärung die umweltpolitische Sprecherin und der wirtschafts- und tourismuspolitische Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion Niedersachsen Dorothea Steiner und Enno Hagenah sowie die sachsen-anhaltische Bundestagsabgeordnete Undine Kurth, anlässlich der Einbringung eines Entschließungsantrages der niedersächsischen Grünen in den Landtag.
Die Bildung eines länderübergreifenden Nationalparks Harz solle sich an den international anerkannten Richtlinien der IUCN (Internationalen Union für die Erhaltung der Natur) und an der Europäischen Charta für einen nachhaltigen Tourismus orientieren. Der künftige gemeinsame Nationalpark Harz müsse als herausragender touristischer Anziehungspunkt eingebettet in die Naturparke vermarktet werden. Dem Umfeld des Nationalparks müsse die gleiche Aufmerksamkeit und Förderung zuteil werden wie den Nationalparkgemeinden.
Hagenah: "Nicht nur die beiden Harzer Nationalparke, sondern auch die Naturparke im Ost- und Westharz sollten zusammengelegt werden. Für die Stärkung der Tourismusregion Harz ist es notwendig, die heutige Zweiklassengesellschaft der Tourismusgemeinden zu überwinden. Eine Trennung in Nationalparkgemeinden und Nicht-Nationalparkgemeinden lässt sich nicht rechtfertigen und ist kontraproduktiv für eine gute Außenwirkung."
Steiner: "Bei der Zusammenlegung der Nationalparke darf keine 'Nationalpark-Light'-Variante herauskommen. Die internationale Anerkennung des Nationalparks muss so schnell wie möglich erfolgen. Die Vereinigung der beiden Naturparke wäre auch für den Naturschutz ein Gewinn. Pflege und Entwicklung des Harzer Naturraumes könnte so effektiver und abgestimmt mit dem Nationalpark erfolgen."
Kurth: "Ich fordere die sachsen-anhaltische Landesregierung auf, darauf zu achten, dass es bei der auch von uns gewünschten Zusammenlegung der Nationalparks nicht zu einer Absenkung der naturschutzfachlichen Standards kommt. Die Europäische Charta für einen nachhaltigen Tourismus ist eine ausgezeichnete Grundlage, um den Schutz des natürlichen und kulturellen Erbes optimal mit den Bedürfnissen von Gästen und Einheimischen zu verbinden. Ich erwarte, dass sich auch der jetzige Nationalpark Harz darum bewirbt, in die Europäische Charta aufgenommen zu werden."