Nachtflug-Deal Flughafen Hannover mit DHL gescheitert - Grüne befürchten dennoch Mehrbelastungen für Anwohner
Nach der heutigen (Freitag) Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des Landta-ges haben die Landtagsgrünen die geplante Ausweitung der Nachtflugregelung für den Flughafen Hannover kritisiert...
Nach der heutigen (Freitag) Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des Landta-ges haben die Landtagsgrünen die geplante Ausweitung der Nachtflugregelung für den Flughafen Hannover kritisiert. "Selbst nach Ansicht der Flughafenleitung sind die Nachtflüge nicht wirtschaftlich. Eine Ausdehnung der Aktivitäten in die Schwachlastzeiten werden sich nicht rechnen, dafür aber das negative "Krawall-Image des Flughafens verstärken", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Enno Hagenah.
In der Ausschusssitzung wurde bekannt, dass die Flughafen-Geschäftsführung auch in den kommenden Jahren wenig mehr als nur eine 50%-ige Auslastung der vorhandenen Kapazitäten prognostiziert. Als Widerspruch empfindet es der Grünen-Politiker deshalb, dass der Flughafen diese Woche die uneingeschränkte Fortschreibung der besonders großzügigen Nachtflugregelung beim Land beantragt hat, obwohl nun auch die Verhandlungen mit der Post-Tochtergesellschaft DHL gescheitert sind.
Um Hannover im Tagesbetrieb wirtschaftlich zu betreiben sei es erforderlich, dass die
Landesregierung ihren Einfluß nutzt, um die von der Geschäftsführung im Flughafen Hannover befürchtete ruinöse Konkurrenz durch einen Ausbau der Flughäfen Kassel Kalden und Braunschweig zu stoppen.
Hagenah: "Hannover kann im Tagesbetrieb derzeit im Wettbewerb mit Hamburg und Frank-furt bestehen und darf nicht von der Politik durch Billigkonkurrenz vor der Haustür in einen Dumpingbetrieb während der Nachtstunden getrieben werden."