Pressemeldung Nr. 3144 vom

Naturtourismus fördern statt Chinesen werben

"Höchst überrascht" zeigte sich die für das Weserbergland zuständige Grünen-Abgeordnete Ursula Helmhold von der Idee, den lahmenden Tourismus im Weserbergland durch chinesische Touristen zu beleben....

"Höchst überrascht" zeigte sich die für das Weserbergland zuständige Grünen-Abgeordnete Ursula Helmhold von der Idee, den lahmenden Tourismus im Weserbergland durch chinesische Touristen zu beleben. Ganz abgesehen von den erheblichen Investitionen in erforderliche Werbemaßnahmen und des Chinesischen mächtige MitarbeiterInnen, werde es sicherlich nicht ganz leicht sein, den weitgereisten Kunden das beschauliche Weserbergland als Attraktion zu verkaufen.
Die Abgeordnete aus Rinteln setzt dagegen auf das Konzept des sanften Tourismus, den sich die Grünen schon seit langem auf die Fahnen geschrieben haben. Das Weserbergland könne sich zu einer Sportregion mit Angeboten wie Klettern, Reiten, Paddeln, Mountainbiking, Wandern und Inlineskating entwickeln, die vor allem auch ein jüngeres Publikum ansprächen.
Insbesondere der Klettersport habe sich in vergangenen Jahren zu einem Trendsport entwickelt. Da Niedersachsen mit den Felsen des Harzes und des Weserberglandes über die einzigen namhaften Klettermöglichkeiten in norddeutschen Raum verfüge, komme dem Thema neben der Naherholungsfunktion auch eine erheblich touristische Bedeutung zu.
Die Grünen streben dabei seit langem freiwillige Vereinbarungen zwischen den Vertretern der Sportler und dem Umweltministerium an. Eine solche seht nach Auskunft von Helmhold kurz bevor: das Land Niedersachsen, der Alpenverein und die IG Klettern erarbeiten derzeit eine Vereinbarung, wonach an bestimmten Stellen im Weserbergland das Klettern erlaubt sein wird. Diese werde Anfang nächsten Jahres abgeschlossen werden.
"Damit ist der Umweltschutz gewahrt und einer touristischen Vermarktung dieser Attraktion steht nichts im Wege" betonte die Abgeordnete abschließend.

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