Neuaufstellung des Landes im VW-Aufsichtsrat überfällig - Ministerpräsident Wulff verbeißt sich in Machtkämpfen
„Wulffs Verhalten wird zunehmend zu einer Belastung für VW, die Interessen des Landes und der Beschäftigten des Konzerns“, so Enno Hagenah.
Im Zusammenhang mit den personellen Veränderungen in der Führungsetage des VW-Konzerns sehen die Landtagsgrünen den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff in einem "hoffnungslos unproduktiven Machtkampf mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Piech verrannt". "Wulffs Verhalten wird zunehmend zu einer Belastung für VW, die Interessen des Landes und der Beschäftigten des Konzerns", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah am Montag (heute) in Hannover. "Die Querelen müssen beendet werden. Wir sind deshalb für eine Neuaufstellung des Landes im Aufsichtsrat. Anstatt mit zwei Mitgliedern der Landesregierung sollte Niedersachsen zukünftig nur mit einem Regierungsvertreter und einer externen fachkompetenten Person im Aufsichtsrat auftreten."
Die Grünen versprechen sich von Ihrem Vorschlag "ein besseres pragmatisches Miteinander und damit für Niedersachsen eine erfolgreichere Arbeit im Aufsichtsgremium von VW."
Ausschlaggebend für diese neue Bewertung seien für die Grünen laut Hagenah vor allem die Gerüchte um Allianzgespräche von Wulff mit internationalen Fondsvertretern und die neuerlichen öffentlichen Ausfälle des Ministerpräsidenten gegenüber anderen Aufsichtsratsmitgliedern.