Neue Arbeitslosenstatistiken und Abbau von Leistungen für Erwerbslose schaffen keine neuen Jobs
Die Forderung des neuen Arbeitsamtschefs Florian Gerster nach einer kürzeren Dauer von Arbeitslosenzahlung für ältere ArbeitnehmerInnen reiht sich ein, so die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜN...
Die Forderung des neuen Arbeitsamtschefs Florian Gerster nach einer kürzeren Dauer von Arbeitslosenzahlung für ältere ArbeitnehmerInnen reiht sich ein, so die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Heidi Tischmann, in die regelmäßig auftauchenden Forderungen nach Reduzierung von Leistungen für Arbeitslose.
Gerade wenn der Arbeitsmarkt sich nicht wie gewünscht entwickelt, kommen nach Auffassung von Heidi Tischmann Vorschläge in die politische Debatte, die nicht auf die faktische, sondern auf die optische Reduzierung von Arbeitslosigkeit abzielen.
Auch die Veränderung der Arbeitslosenstatistiken, über die die SPD jetzt laut nach denkt, um die Zahl der Erwerbslosen zu schönen, werde nicht dazu führen, dass mehr Jobs entstehen. "Die Arbeitslosen tauchen ganz einfach in anderen Statistiken auf”, so Tischmann.
Die Politik sollte ihre Kreativität auf die Schaffung von genügend freien Jobs mit existenzsicherndem Einkommen richten, statt mit Rechentricks und angedrohten Leistungskürzungen die reale Situation am Arbeitsmarkt zu verschleiern.
"Einerseits wird von den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen Flexibilität verlangt, lange Arbeitswege in Kauf zu nehmen, sich für einen Job von Familie und Freunden zu trennen, sich lebenslang fortzubilden, andererseits werden Absicherungen für unsichere Lebenslagen immer weiter abgebaut”, beklagt Tischmann. Deshalb fordern "Bündnis 90/Die Grünen eine bedarfsdeckende Grundsicherung für alle, die in eine unsichere Lebenslage geraten.”