Neuer Standort für Magna Park? - Wenzel: Keine Planung ohne Gleisanschluss und Raumordnungsverfahren!
Der Bau neuer Logistikzentren ohne Gleisanschluss wäre ein großer Fehler, erklärte der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel angesichts jüngster Äußerungen von Minister Senff (SPD) zur Verlagerung der M...
Der Bau neuer Logistikzentren ohne Gleisanschluss wäre ein großer Fehler, erklärte der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel angesichts jüngster Äußerungen von Minister Senff (SPD) zur Verlagerung der Magna Park Planung in die Nähe von Volkerode.
Der neue Standort habe ebenso wie der alte keinen Gleisanschluss. Für neue Standorte forderte Wenzel zudem ein Raumordnungsverfahren, um Bürgerinnen und Bürger, sowie benachbarte Kommunen zu beteiligen. Aussagen des Investors zu einem Standort mit Gleisanschluss ließen jedoch darauf schließen, dass man dort schon weiter sei als in der Landesregierung.
Höchst bedenklich sei jedoch, dass die WAL Mart Tochter Gazeley Properties bis heute keinen Masterplan vorgelegt habe. "Deshalb drängt sich immer mehr der Eindruck auf," so Wenzel, "dass das Projekt auch als Konkurrenzprojekt zu Gewerbegebieten in der Stadt Göttingen gedacht ist." Bereits erschlossene Gewerbeflächen mit einem Potential von mehr als 65 ha würden angesichts der Billigkonkurrenz auf der grünen Wiese schwerer zu vermarkten sein. Das gelte umso mehr, wenn jetzt erneut öffentliche Subventionen für die Erschließung neuer Flächen fließen würden.
"Senff konterkariert mit seiner hemdsärmeligen Planung alle Bemühungen zur Verlagerung des LKW-Verkehrs auf die Schiene," so Wenzel. Das Transitland Niedersachsen müsse ein hohes Interesse an der Stärkung des Güterverkehrs auf der Schiene haben, erklärte Wenzel. Das könne aber nicht gelingen, wenn solche Projekte nur über einen Autobahnanschluss verfügen würden.
wz